Anja Trinklein
Heilpraktikerin
Praxis für Klassische Homöopathie

Die Behandlung komplizierter Tumore

Auszug aus:

Dr. med. Jens Wurster: Die homöopathische Behandlung und Heilung von Krebs und metastasierter Tumore

"Wenn wir nach einer langen Anamnese bei einem Tumorpatienten ein deutliches Grundmittel aufgrund der Totalität der Symptome gefunden haben, aber gleichzeitig viele Symptome erkennen, die nicht in die Symptomenkonstellation des Grundmittels gehören, dann müssen wir uns fragen, ob:

A) eine miasmatische Blockade vorhanden ist:

1. ererbtes Miasma (z.B. Tuberkulose in der Familie)
2. erworbenes Miasma (z.B. akute Gonorrhö)
3. Impfmiasma (z.B. starke Reaktion oder KEINE Reaktion auf die Pockenimpfung)

B) Blockaden aufgrund von:

1. Operationen (auch Sterilisation)
2. Medikamenten (Antibiotika, Kortison)
3. Verletzungen, Traumen (z.B. Schlag auf die Brust als Tumorauslöser)
4. Bestrahlungen
5. Chemotherapien
6. seelischen Blockaden

C) eine organotrope Behandlung notwendig ist:

Wenn kein Ansprechen des angezeigten Mittels erfolgt, wenn also das Grundmittel auf den Tumor keinen Einfiuss hat. Das heißt, es kann sein, dass das Mittel, welches aufgrund der Totalität der Symptome gewählt wurde, dem Patienten etwas hilft und es ihm damit auch etwas besser geht, aber der Tumor dennoch weiterwächst. Wenn wir auch das aktive Miasma berücksichtigt haben und antimiasmatische Mittel keinen Einfiuss zeigen. Wenn auch alle anderen Blockaden beseitigt wurden und dennoch kein Ansprechen des Tumors erfolgt, dann kann es sein, dass der Tumor organspezifisch behandelt werden muss. Wir müssen dann Mittel auswählen, die einen speziellen Bezug zu dem Tumor haben, und versuchen, den Tumor organotrop zu beeinflussen. Wenn es gelingt, den Tumor mit organotropen Mitteln zu kontrollieren, dann wird später das Mittel, welches aufgrund der Totalität der Symptome gewählt wurde, die Heilung vollenden.

Es ist wichtig, von Anfang an ein Behandlungskonzept zu erarbeiten, welches auch schon Folgemittel, spezielle Tumormittel und die Behandlung iatrogener Schäden durch Chemotherapie und Bestrahlung berücksichtigt.

Oft kann aber ein Konstitutionsmittel, welches dem Patienten früher eventuell geholfen hätte, im momentanen Zustand nicht helfen, wenn die vorherrschende Problematik unter Umständen ein Folgezustand der Bestrahlung oder der Chemotherapie ist, die zuerst behandelt werden muss. Zum Beispiel: ein Phosphor Patient, der sehr viel unter Übelkeit und Erbrechen nach einer Chemotherapie leidet, braucht eventuell erst mehrere Gaben Nux-vomica zur Entgiftung bevor das Phosphor wirken kann. Dann muss man Verlaufsparameterlisten mit den aktuellen Beschwerden des Patienten erstellen und sich überlegen, was man zuerst behandeln möchte. Die vorherrschende Problematik, also das, worunter der Patient im Moment am meisten leidet, muss als Erstes behandelt werden, aber wir müssen auch immer die Tumorsymptome im Auge behalten. Es hilft uns nichts, wenn der Patient mit einem Mittel z.B. weniger depressiv ist, aber dafür sein Tumor doppelt so schnell wächst."




© 2018 Anja Trinklein | Impressum | Datenschutzerklärung | Praxis für Klassische Homöopathie