Anja Trinklein
Heilpraktikerin
Praxis für Klassische Homöopathie

Totalität der Symptome oder Krebsmittel?

Auszug aus:

Dr. med. Jens Wurster: Die homöopathische Behandlung und Heilung von Krebs und metastasierter Tumore

"Wenn wir Patienten mit Krebs zu behandeln haben, stellt sich immer die Frage, ob wir ein Mittel nach Organon § 7 aufgrund der Totalität der Symptome auszuwählen haben oder ob wir spezielle Krebsmittel benötigen.

Es hat sich gezeigt, dass es mit den homöopathischen Mitteln möglich ist, spezielle Symptome, unter welchen der Patient leidet, zum Verschwinden zu bringen, aber es ist damit noch nicht garantiert, dass dieses Mittel auch in der Lage ist, tiefwirkende Veränderungen am Tumor selbst hervorzurufen. Es könnte bei der Behandlung von komplizierten Tumorfällen eventuell ein Fehler sein, ein Mittel aufgrund der Totalität der Symptome auszuwählen, welches dem Patienten im Allgemeinen eventuell gut tut und sein Allgemeinbefinden verbessert, aber dass der Tumor davon unbeeinflusst bleibt und weiterwächst.

Wenn man in solchen Fällen das Voranschreiten der Krankheit nicht erkennt und nur mit dem Konstitutionsmittel weitermacht, wird man zwar eine lang andauernde Palliation erreichen, aber selten heilen. Ich habe von meinen Lehrern gelernt, besonders auf die Totalität der Symptome zu achten, um den gesamten Menschen und sein Wesen und seine Seele zu erfassen. Es hat sich gezeigt, das das in unkomplizierten Tumorfällen der beste Weg ist, aber wenn der Fall kompliziert ist oder bestimmte Haltepunkte aufweist, wie sie J. C. Burnett beschreibt, dann kommen wir mit dem Konstitutionsmittel manchmal nicht weiter und benötigen andere Mittel, welche die Heilung voranbringen. Der indische Arzt Dr. Pareek gibt die Empfehlung erst den Tumor mit tumor­spezifischen Mitteln zu behandeln und wenn die Ebene des Krebses verlassen ist, dann werden sich Symptome des Grundmittels zeigen, welches dann lange gegeben werden kann. Das sagte Emil Schlegel auch, der viele Tumorpatienten behandelt hat.

Diese ausgewählten Krebsmittel sollten einen Organbezug und einen Bezug zur Pathologie

aufweisen, wenn sie heilen sollen. Es kann zwar jedes Mittel, wenn es aufgrund der passenden Symptomatologie gewählt wurde, eine Besserung vollbringen, aber es hat sich gezeigt, dass ein Mittel, welches gar keinen Organbezug hat, oft nur eine palliative Wirkung hat. Zum Beispiel ist bei einem Leberparenchymschaden ein Mittel zu suchen, welches auch in der toxikolo­gischen Prüfung solche Veränderungen hervorrufen kann."




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