Anja Trinklein
Heilpraktikerin
Praxis für Klassische Homöopathie

Arzneimittel

Arzneimittel

In der klassischen Homöopathie ist es natürlich üblich die Heilmittelsubstanzen einzeln zu prüfen. Die ersten Arzneimittelprüfungen (AMP) wurden von dem Gründervater DR. SAMUEL HAHNEMANN (1755-1843) selbst vorgenommen. Die Ergebnisse der ursprünglichen Arzneimittelprüfungen Hahnemann´s werden allgemein als die „reine Arzneimittellehre“ bezeichnet. Die Prüfbeobachtungen wurden und werden detailgenau aufgeschrieben. Aus diesen Niederschriften entsteht ein Symptomkatalog – aus dem sich nach Verifizierung das Arzneimittelbild (AM) entwickelt. Entsprechend wichtig sind für klassische Homöopathen die Quellenangaben. Homöopathischen Persönlichkeiten beziehen sich natürlich in ihrer Arbeit immer aufeinander. So, ist beispielsweise die Arbeit Clemens Maria Franz von BÖNNINHAUSEN´S (1785-1864) als direkter Nachfolger Hahnemann´s anders zu bewerten als die Arbeit beispielsweise ALFONSO MASI-ELIZALDE (*1932 – 2003) oder GEORGE VITHOULKAS (*1932). Der Verdienst George Vithoulkas ist es aus der Fülle der Prüfsymptome so etwas wie „ESSENZEN“ heraus zu filtern. Die Arbeit Vithoulkas orientiert sich an den klassischen Vorgängern wie Hahnemann – Clemens M.F. von Boenninghausen - J.T. Kent (1877-1916) – William Boericke (1849 – 1929) – Constantin Hering (1800 – 1880) – Henry C. Allen (1836-1909) usw. an. Das legte er schon in seinem bereits vergriffenen Buch – „die wissenschaftliche Homöopathie“ ziemlich deutlich dar. Er hat diesem Thema sein ganzes Leben gewidmet, wofür er 1996 verdienterweise den alternativen Nobelpreises erhielt.

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    R. Sankarans oder Jan Scholten wiederum zogen andere Schlüsse aus den AMP. JAN SCHOLTEN (1944) Niederländischer Homöopath und Chemiker veröffentlichte v.a. über die Verwendung der mineralischen Arzneimittel in der Homöopathie. In seinen Publikationen interpretiert er das Periodensystem. Er unterscheidet die 7 Perioden als unterschiedliche Themen des Seins und sieht in der jeweiligen Gruppe das Stadium der Entwicklung. RAJAN SANKARAN lehnt seine Arbeit zu den mineralischen Arzneien an die Jan Scholtens an. Weiterhin hat R. Sankaran zur “Empfindungsmethode” in der Homöopathie publiziert. In dieser Methode fokussiert er seine Beobachtungen nicht allein auf was der Patient hat (klinischer Ansatz) d.h. woran er erkrankt ist, sondern v.a. wie dieser den Umstand empfindet (Wahrnehmung – Fehlwahrnehmung und der ggf. daraus folgenden Wahnidee). In diesem Ansatz ähnelt er ALFONSO MASI-ELIZALDE, der in seiner Methode über die „verzerrte Wirklichkeit bzw. den Knick in der Optik“ veröffentlicht hat. Sankaran hält es überdies für möglich, dass unbewußte Fehlwahrnehmungen durch die Eltern übertragen wurden (ROOTS = Übertragung der Wurzeln). Ähnlich wie George Vithoulkas dessen Verdienst es war aus der Fülle der Prüfsymptome seine „KEYNOTES“ zu filtern, hat R. Sankaran gemeinsame und spezifische Symptome der jeweiligen PFLANZENFAMILIEN herausgearbeitet. In seinen Seminaren/Webinaren bezieht er sich auf R.S. Phatak. Der Rückschuß seiner Erkenntnise sollte aus meiner Sicht nicht bedeuten, das die AM - Verschreibung interpretatorisch vollzogen werden darf. Nein - der Rückschluss sollte sein, das wenn wir im Rahmen der Repertorisation d.h. dem Erstellen der Totalität der Symptome des Erkrankten - beispielsweise das Arzneimittelbild Thuja als Lösungsansatz finden – dieses aber klinisch/symptomatisch nicht ideal passt, können wir (wissend jetzt um die Erkenntnisse der Gemeinsamkeiten innerhalb der Pflanzenfamilien) die anderen Coniferen im Vergleich studieren. Häufig wird R. Sankaran´s seine Arbeit als „NUR“ interpretatorisch angesehen, was bei genauerer Betrachtung seiner Quellenangaben nicht stimmt.

    Viele der neueren Autoren wurden und/oder werden häufig von den klassischen oder klinisch arbeitenden Homöopathen kritisiert, da Hahnemann selbst uns in seinem § 1 des Organon nachfolgende Handlungsanweisung hinterlassen hat:

    Zitat:
    „Des Arztes höchster und einziger Beruf ist, kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt 1

    1Nicht aber (womit so viele Aerzte bisher Kräfte und Zeit ruhmsüchtig verschwendeten) das Zusammenspinnen leerer Einfälle und Hypothesen über das innere Wesen des Lebensvorgangs und der Krankheitsentstehungen im unsichtbaren Innern zu sogenannten Systemen, oder die unzähligen Erklärungsversuche über die Erscheinungen in Krankheiten und die, ihnen stets verborgen gebliebene, nächste Ursache derselben u.s.w. in unverständliche Worte und einen Schwulst abstracter Redensarten gehüllt, welche gelehrt klingen sollen, um den Unwissenden in Erstaunen zu setzen, während die kranke Welt vergebens nach Hülfe seufzte. Solcher gelehrter Schwärmereien (man nennt es theoretische Arzneikunst und hat sogar eigne Professuren dazu) haben wir nun gerade genug, und es wird hohe Zeit, daß, was sich Arzt nennt, endlich einmal aufhöre, die armen Menschen mit Geschwätze zu täuschen, und dagegen nun anfange, zu handeln, das ist, wirklich zu helfen und zu heilen.“ – Zitat Ende

    An dieser Stelle soll keinesfalls der Eindruck einer Bewertung entstehen. Jedoch sollten diese Unterschiede dem Leser verdeutlicht werden. Ich hoffe Sie damit sensibilisiert zu haben – das klassische Homöopathen Unterschiede im Umgang mit Arzneien und dessen Verschreibung praktizieren, bezogen auf die jeweilige Schule der sie sich verschrieben haben.

    Da sie meine Seite gewählt haben, möchten Sie sicherlich auch wissen, welche Kriterien für mich maßgebend für eine Verschreibung sind. Das jahrelange Studium der Arzneimittelprüfungen von Alten und Neuen Autoren – der klassischen und interpretatorischen Ansätzen haben mein Bewußtsein imenz erweitert, dafür bin ich wirklich dankbar ABER ich persönlich habe ganz klar den Weg zurück zu den klassischen AMP, Autoren und dessen Verschreibungen gewählt.

    Denn beobachtet und lernt man von der Arbeit DR. SPINEDI´S und DR. WURSTER´S in der Clinica Sta. Croce versteht man - dass für die klinischen Erfolge am Patienten der klassische Ansatz unabdingbar ist. Dr. Spinedi war noch direkter Schüler von Dr. med. Jost Künzli von Fimmelsberg („Künzli Schule“ – auch „Schule der wissenschaftlichen Homöopathie“ genannt). Künzli lernte und baute das bei PIERRE SHMIDT (1894-1987) von Hahnemann und Kent festgehaltene weiter aus. Ebenso verhält es sich, wenn sie die Arbeit der Drs. Pareek aus dem PAREEK HOSPITAL AND RESEARCH CENTER genau studieren. Vater und Sohn arbeiten dort gemeinsam genommen schon über 50 Jahre in der Klinik rein klassisch homöopathisch. Ihre Kooperation mit der Clinica Sta. Croce - Ihre Seminare und Fortbildungen (v.a.. die zu schweren Pathologien) zeigen sehr deutlich, dass die Arbeit ausschließlich angelehnt an klassische Autoren wie Hahnemann – Kent - Boericke – Allen - analog der von George Vithoulkas, im Ergebnis klar prüfbar und wissenschaftlich sind, wodurch sie der konventionellen Medizin mindestens ebenbürtig ist.

    Hierzu können Sie eine Studie mit der Clinica Sta. Croce einsehen, die 2012 mit dem Veronica Carstens Award ausgezeichnet wurde.

    Doch kommen wir zurück zu den Arzneimitteln. Sie haben 2 Möglichkeiten die Arzneimittel ein zu sehen. Entweder sie benutzen das Index rechts. Hier kann direkt nach dem AM – Namen suchen. Oder sie wählen einen der unteren Menüpunkte. Dort können sie die Arzneimittel geordnet nach Grundsubstanz finden. Die von mir bereitgestellten Informationen zu den Arzneimitteln sollen „NUR“ die zentrale Idee eines AM und ihre Besonderheit aufzeigen, da das volle Wirkspektrum eines jeden Mittels hier zu umfangreich wäre. Die so bereitgestellten AM enthalten nicht alle für eine Verschreibung relevanten Informationen, deshalb ist es wichtig an dieser Stelle klar zu betonen, dass die bereitgestellten Hinweise zu den AM NICHT ZUR SELBSTMEDIKATION anleiten sollen und/oder einen Behandler ersetzen können. Die Mittelwahl ist eine sehr komplexe Entscheidung. Denn studieren sie diese Internetseite in all ihren Facetten, werden sie sehen, dass die Kenntnisse zu den Arzneien, neben den Kenntnissen zur Theorie der klassischen Homöopathie und der Erkenntnisse zur Anatomie/Pathologie u.s.w. nur ein Baustein von vielen ist, die ein kundiger Behandler bei der Mittelwahl berücksichtigt.

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